Eine Auswahl von Arbeiten aus verschiedenen Jahren und Serien.

Serpentinenstraßen im Nebel (2022)

Auf die Idee zu der Serie kam ich auf der Insel La Palma im Februar 2022.
Ein mulmiges Gefühl, wenn man weiß, dass es rechts oder links der Fahrbahn
hundert Meter steil herunter geht und die Straße in einer vernebelten Kurve verschwindet.
Kurz vor der Reise arbeitete ich noch an „leeren Autobahnen“, die ich mit in die
Serie  der Straßen aufgenommen habe.

 

Tennisplätze (2021)

Tennisplätze, vorübergehend gesperrt oder schon lange verlassen und
von der Natur teilweise zurück erobert – jedoch immer ohne Spieler.
Mir gefällt die Räumlichkeit, die das Spielfeld erzeugt und die
Möglichkeiten von Landschaftsdarstellung, die sich dahinter anbieten.
Man kann die Bilder auch als Reaktion auf die seltsamen Monate im Jahr
2020 betrachten, in denen viele Orte und Plätze des alltäglichen
Lebens im wahrsten Sinne des Wortes unbespielt blieben.

 

 

Agaven und Kakteen (2014 – 2016)

Die Agave americana gehörte nach der Entdeckung von Amerika zu den
frühesten nach Europa eingeführten sukkulenten Pflanzen.
Heute wächst sie im Mittelmeerraum wie Unkraut und auf gefühlt fast
jedem Urlaubsfoto, auf dem auch ein bisschen Landschaft zu sehen
ist, wächst irgendwo eine Agave. Mich haben die Pflanzen, die so
riesig und fast bedrohlich werden können, schon als Kind fasziniert.
Sie sind für mich das Symbol des Mediterranen schlechthin. Bei einem
Arbeitsaufenthalt in Almería 2013 begann ich dann an der Langzeit-Serie
der Agaven zu arbeiten.

 

 

 

Eine Auswahl von weiteren Arbeiten aus den Jahren 2020 und 2021.

 

„Verkehrsinseln, Autobahnen und andere Unorte“ (2009 -2017)

 

In den Vitrinen (2016 – 2022)

Im Laufe der Jahre habe ich viele Naturkundemuseen besucht und dort
gezeichnet und fotografiert. Manche Vitrinen sind bereits an sich
Kunstwerke und verraten Gespür für Komposition und
Inszenierung des Präparators. Für mich waren diese Ausstellungsstücke
jedoch nicht nur Studienobjekte, sondern oft auch Ausgangspunkt für
Bilder, die sich malerisch und inhaltlich in eine ungeplante Richtung
entwickeln konnten; gelegentlich spielt eine gewisse Ironie oder Witz bei
den Bildern eine wichtige Rolle.

 

Kaninchenfellvariationen, jeweils 2019, 60 x 44 cm, Ölfarbe auf Leinwand

 

  

 

Charles Darwin Variationen (2019)

Das Prinzip von Variation und Selektion angewandt auf eine Portraitserie
des berühmten Evolutionstheoretikers. Zwölf Bilder habe ich gemalt,
sechs davon wurden für den geplanten Sechserblock ausgewählt.
„Selektionsfaktor“ war am Ende weniger die Ähnlichkeit zu dem
Naturforscher, als vielmehr der Eindruck, welche Arbeit am
besten als Bild funktionierte.

      

      

 

Die hässlichsten Hunde der Welt (2019)

Der erste Hund in dieser Serie (oben) hieß Pelle und war ein geliebtes Familienmitglied. Er lebte lange vor dem Internetzeitalter, vielleicht wäre er sonst berühmt geworden wie seine späteren erstaunlichen KollegInnen. Das Schicksal spielte Pelle übel mit. Nachdem er im Garten gegen den Stachel eines Kaktus rannte, musste man ihm das rechte Auge operativ entfernen. Ein paar Tage nach der OP erlitt der etwa rattengroße Hund dann auch noch einen Schlaganfall und seitdem hing seine Zunge erschreckend lang aus dem Maul. Trotz dieser brutalen Einschnitte in seinem Leben blieb Pelle ein gut gelaunter, aktiver Hund mit leichten Gleichgewichtsproblemen. Manchmal, wenn in der gedruckten Zeitung mal wieder über den Gewinner eines Wettbewerbes „Hässlichster Hund der Welt“, berichtet wurde, ahnten wir, dass wir Pelle vielleicht eine späte Karriere verwehrten, weil wir ihn nicht zu solchen Wettbewerben anmeldeten (die leider meist in den USA ausgeschrieben wurden). Rund fünfundzwanzig Jahre später kam ich auf die Idee, selbst einen kleinen Wettbewerb zu starten, bei dem Pelle nun endlich mitmachen kann. Viele seiner Konkurrenten sind heute Internetberümtheiten, denen ich selbst nicht nicht persönlich begegnet bin. Dies erwähne ich, weil normalerweise Internetfotos als Bildquelle für mich ein Tabu darstellen, in diesem Falle lag es aber im Konzept der Arbeit, entsprechende Fotos zu nutzen.

   

   

  

    

 

 

The missing link (2017-2019)

     

 

 

„Hasenplage“

 

 

Eine Auswahl an Einzelbildern, die eher nicht einer Serie zuzuordnen sind (2012-2016)